.:Painting a Miracle:.
raindrops falling...




Eine Schreibmaschine ist ein Gedankenklavier...
Welches Lied spielen wir heute?
(Kurt Tucholsky)



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Wenn ich die
Geschichte in Worten
erzählen könnte, brauchte ich
keine Kamera herumzuschleppen.
(Lewis W. Hine)

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Umzug

So ihr Lieben... ich hab mich dazu entschieden, blogtechnisch umzuziehen. Also eigentlich wollte ich nur was neues, und was eigenes, also hab ich ein Design kreiert, allerdings mag ich meinen alten Blog doch recht gern, also wollte ich den nicht einfach umgestalten. Also hab ich nen neuen eröffnet, auf dem es von nun an weitergehen wird... und zwar dort:

Klick mich!

Der Name ist... nun ja, einfach irgendwas, ich hab mir nichts dabei gedacht. Es passt nichtmal zum Design. Hm... jedenfalls hoffe ich, dass es euch gefällt ^^
29.11.06 18:14


Winter is coming...

Entschuldigt, falls ich euch mit meinem letzten Eintrag erschreckt habe. Im Nachhinein bin ich selbst etwas erschrocken... mag sein, dass mich die Winterdepressionen wieder langsam einholen, jedenfalls geht es mir schon wesentlich besser. Manchmal bin ich wirklich extrem launisch.
Naja, abgesehen davon, dass ich mir eine ernsthafte Erkältung eingefangen habe geht es mir wirklich gut. Die letzten beiden Tage war ich nicht in der Uni, und ich versuche momentan mein schlechtes Gewissen diesbezüglich zu verdrängen.
Dann hab ich mit meinen Eltern telefoniert und ihnen gesagt, dass ich wahrscheinlich auf Geologie Hauptfach wechseln werde. Sie haben es ganz gut aufgenommen denke ich, vielleicht wegen der Tatsache dass ich im Moment schon so studiere als hätte ich jetzt schon Geo als HF. Damit ich kein Semester mehr verliere, praktisch.

Was gibts sonst noch neues? Ich hab mir vorgenommen, bei einem Literaturwettbewerb teilzunehmen. Das heißt, dass ich bis Anfang Januar 150 Seiten schreiben muss... ein Roman für Jugendliche ab 10 Jahren. Ich finde die Story, die ich mir ausgedacht habe, wirklich gut, aber irgendwie kann ich es nicht richtig umsetzen. Es liest sich alles so steif und grässlich, also Hoffnungen auf den Gewinn mache ich mir keine. Wirklich nicht. Ich hab auch keine Ahnung, wie ich die Sprache den Anforderungen für so junge Leser anpassen soll. Hab mir nochmal Harry Potter geschnappt, aber so gut wie JK Rowling bin ich einfach nicht. Bei ihr liest es sich so cool und einfach, und ich brech mir einen ab und krieg nur Schund zustande. Es ist einfach zum Haare raufen... *winsel*

Ach ja, und danke, Sarah, für deine lieben Worte *knuff*

[mood:] husthustschniefkränkel
[music:] X-Japan - Crucify my love
10.11.06 20:15


Warum?

Ich hab das Gefühl, irgendwas stimmt nicht mit mir.
Irgendeinen psychischen Knacks muss ich doch haben... vielleicht ist mein metaphorischer Teller auch schon längst zerbrochen und ich hab es nur nicht mitgekriegt.
Würde ich nicht ausschließen wollen. Ich merke ja auch gar nichts.
Die letzten zwei Tage waren schlimm für mich. Aus irgendeinem Grunde ist gerade der Wurm drin, und ich krieg ihn nicht mehr raus. Jedes Mal beim Aufwachen denke ich: Scheiße. Schon wieder ein nächster Morgen. Und du lebst immer noch.
Gut, es ist schon ziemlich unwahrscheinlich, dass ein mehr oder minder gesunder Mensch einfach so im Schlaf dahinscheidet, aber man kann ja wohl noch hoffen. Oder nicht?
Ich liebe ihn. Wirklich. So sehr... letztens habe ich geträumt, wir hätten uns getrennt und ich bin weinend aufgewacht. Wenn ich nur daran denke, ihn zu verlieren, möchte ich schreien, ihn festhalten, ihn einfach nicht gehen lassen.
Aber ich kann es ihm nicht sagen. Ich weiß wirklich nicht warum, aber ich kann es einfach nicht. Ich möchte es, ja! Aber ich kann es nicht. Kann ihm nicht sagen, wie wichtig er mir ist, dass ich ihn liebe. Wenn ich es versuche, kommt einfach kein Ton heraus. Irgendetwas sperrt sich in mir, und ich habe keine Ahnung, was es ist oder warum es das tut. Kann ihm nicht übel nehmen, dass er denkt etwas würde mit der Beziehung nicht stimmen oder er würde irgendwas falsch machen. Wahrscheinlich würde ich an seiner Stelle das gleiche denken.
Also warum kann ich es nicht? Warum kann ich mich ihm nicht öffnen und ihm sagen, was ich fühle? Wieso bin ich so reserviert und kühl wenn ich doch innen drin ganz anders empfinde? Warum kann ich es nicht rauslassen?
Da muss doch irgendetwas nicht stimmen. Ich verstehe es einfach nicht.
Andere schaffen das doch auch, wieso ich nicht? Es sind nur wenige, einfache Worte.
Mir ist schlecht... ich möchte mich übergeben, aber selbst das geht nicht.
Es ist, als wäre ich Eis...
Das schlimmste ist, dass ich ihn unglücklich mache. Ich fühle es, sehe es, höre es, wenn er mit mir spricht oder ich ihn ansehe. Und er sagt es auch. Nicht direkt, aber indirekt. Ich möchte das alles nicht, will ihm nicht wehtun, ihn nicht unglücklich machen.
Aber warum kann ich es dann nicht sagen?
Warum????
4.11.06 13:19


Ich bin Student, holt mich hier raus!

Habe ich schon einmal erwähnt, dass es unmenschlich und grausam ist, morgens um acht Uhr Physikvorlesungen anzubieten? Ich möchte fast behaupten, dass das die modernen Foltermethoden des einundzwanzigsten Jahrhunderts sind, wobei die Chemievorlesung um neun auch nahe dran kommt. Aber zurück zu Physik. Der kahle Hörsaal ist riesengroß und trotzdem zum Bersten gefüllt mit Studenten; die, die zu spät kommen haben das Pech, auf den Treppenstufen sitzen zu müssen. Draußen ist es dunkel, kalt und diesig, innen ist es stickig und voll. Jetzt habt ihr schon mal den ersten Eindruck gewonnen [übrigens liegt die Physik gaaaaaaaaaaaanz am oberen Ende vom Campus, es geht steil bergauf wenn man nach der Vorlesung zur nächsten hechten muss und man fährt fast zehn Minuten bis zum Hauptgebäude. Das wichtigste an dieser Tatsache ist, dass man demnach früher von zuhause losfahren muss, um rechtzeitig dort zu sein – und einen Platz zu ergattern], aber es kommt ja noch viel besser!
Es gibt ja leider nicht nur die Studentenschaft in diesem Raum, das wäre ja noch zu ertragen. Aber nein, da gibt es noch den Prof [hab seinen Namen verdrängt], und der ist... ich finde wirklich kein Wort, um ihn zu beschreiben. Jedenfalls ist er schon so furchtbar, dass ich fast mitleid mit ihm habe. Könnte mir sogar vorstellen, dass er als Mensch gar nicht mal so schlimm ist, aber als Dozent kann man ihn echt zum Mond schießen. Klein, etwas verhutzelt und irgendwie hilflos wirkt er, wenn er hinter seinem riesigen Pult steht, das sich über die gesamte Querseite des Hörsaals erstreckt, und irgendetwas vor sich hinnuschelt, von dem man – rein akustisch – erst mal nur knapp 50% versteht. Er hat zwar ein Mikrofon zum Umhängen, aber irgendwie hat er wohl noch nicht ausgetüftelt wie man damit Lautstärken einstellt, also brabbelt er sich irgendwas zusammen und der Student an sich, noch benebelt und müde weil fast noch mitten in der Nacht, muss sich höllisch anstrengen um überhaupt irgendetwas von seinem Gefasel mitzubekommen. Da kommt es schon mal vor, dass man nicht die geringste Ahnung hat, wie er von optischen Täuschungen über die französische Revolution und die darin geforderte Gleichheit zur Lichtgeschwindigkeit kommt, und das innerhalb von knapp fünf Minuten – was um diese Uhrzeit wirklich schon fast der Lichtgeschwindigkeit entspricht. Ich bin mir jedenfalls nicht einmal sicher, ob er selbst weiß, wovon er da redet, aber ich bin wirklich froh, dass ich in Physik nur einen Teilnahmeschein benötige und keine Klausur schreiben muss!

Anschließend hetzt man völlig gestresst obwohl noch nicht wirklich wacher als vorher gefühltermaßen durch halb Kiel zur Chemie [gut, das ist natürlich übertrieben, aber es kommt einem so vor], wo einen ein Ansturm erwartet, der auch nicht mehr feierlich ist und eher an den Sommerschlussverkauf erinnert, oder diese Pilgerfahrten, bei denen alle naselang hunderte Menschen zu Tode getrampelt werden. Natürlich ist der Hörsaal bereits so gut gefüllt, dass man froh sein kann wenn die Leute sich nicht noch stapeln müssen, und dann fängt es auch schon an.
Der Prof scheint wenigstens um einiges aufgeweckter zu sein als sein Kollege von der Physik, auch die Vorlesung selbst ist besser durchstrukturiert, mit Powerpoint, Versuchen und dergleichen, aber wenn man zum fünften Mal vorgeführt bekommt, welch superfantastischgeniale Auswirkung Sauerstoff auf ein glimmendes Stäbchen hat [es entzündet sich wieder], wirkt es irgendwie nicht mehr so spektakulär. Und dass der liebe Herr K., Assistent vom Prof, ständig das Licht an und ausmachen muss wegen Tafel und Powerpointpräsentation, sowie die verschiedenen Gase in der Luft, machen einen doch irgendwie schläfrig. Sobald das Licht wieder einmal ausgeht merke ich, wie sich meine Lider senken als hätte jemand Bleikügelchen drangehängt. Entsetzlich. Und das alles morgens, von acht bis zehn, dreimal die Woche. Halleluja!

Das musste ich mir jetzt mal von der Seele reden, ansonsten hab ich erst mal nicht viel zu erzählen. Aber ich will noch mal auf die Wohnungsfotos hinweisen, die ihr unter Moment.aufnahme findet.

EDIT: Ich hab euch das ganze mal auf dem Uniplan eingezeichnet. Entschuldigt die krakelige Schrift, es ist nicht so leicht am Pc zu schreiben ^^

[mood:] extremely tired
[musik:] Freddie Aguilar - Anak
24.10.06 11:38


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